Anleitung zum Bau einer Maske

Anleitung zum Bau einer Maske

Einen Klumpen Ton aus einem Bastelladen besorgen. Dieser Ton dient nur als Modell, d.h. ist Untergrund für die fertige Maske.

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Aus dem Ton eine Grundform herstellen, ein Gesicht formen usw. (den Ton erwärmen im Wasserbad, damit er gut modellierbar ist). Der Ton wird also zu einem Gesicht geformt (wie immer auch, am besten ist es sich hier vom Unbewussten leiten zu lassen – vielleicht stelle ich mir jemanden oder etwas vor, mit dem ich Mühe habe, an dem ich Freude habe oder so … und auf einmal ist diese Form da …). es wird sozusagen aus dem Klumpen herausgeformt.
Vom Ton kann etwas genommen werden, Nasen ausgeformt werden, Augenbrauenwülste drangesetzt, Wangenknochen modelliert werden usw. … mache, was das Material und Dein Innerstes anbietet.

Wenn das Gesicht nun fertig modelliert ist, dann wird auf die noch feuchte Tonform eine Klarsichtfolie gegeben, mit der das Gesicht vollständig abgedeckt wird und dass auch noch genug Rand darübersteht, damit die Maske später gut abgehoben werden kann. Die Maske wird von dem Tonmodell später abgehoben bevor sie ganz trocken ist, damit sie noch elastisch ist und nicht reißt. Also: die Folie ein paar Zentimeter drüberstehen lassen bzw. über das Gesicht hinauslegen, damit reichlich Fläche für das Anheben und Lösen besteht.

Nach dem Auflegen der Folie auf das Tonmodell wird nun die eigentliche Maske gemacht. Am besten geht dies mit einer billigen Raufasertapete und Tapetenkleister. Es ist aber auch möglich, Zeitungspapier in viele kleine Teile zu zerreissen – jedenfalls wird das Papier oder die Tapete Stück für Stück auf die Klarsichtfolie bzw. das Modell geklebt, d.h. die Tapete wird mit Kleister bestrichen und in mehreren Schichten aufgeklebt. Je nach Dicke des Papiers 3 – 5 Schichten. Bitte die Augen aussparen oder später groß genug ausschneiden. Auch Nasenlöcher müssen ausgeschnitten oder aufgeschnitten werden. Die Maske trocknen lassen und kurz bevor sie völlig trocken ist mit Hilfe der Folie vorsichtig von dem Modell heben. Folie von der Maske lösen und auch innen trocknen lassen.

Schließlich muß die Maske grundiert und ev. bemalt werden. Wichtig ist, dass die Augenöffnung groß genug ist (der Bühnenaufgang kann „blind“ nicht bewältigt werden) und einen Abschluß hat, der nicht „bröselt“, d.h. das Auge reizt. Auf Ohr- und Schläfenhöhe Löcher stechen und ein Gummiband anbringen und ausprobieren, dass die Maske gut und angenehm sitzt. Eine gut sitzende Maske ist wichtig für einen freien Spielverlauf, d.h. die Maske muß gut „spielbar“ sein. Optimal ist es auch, die Maske innen mit Schaumgummi oder alten Schulterpolstern auszustatten bzw. an den neuralgischen Punkten zu tapezieren.

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Wichtig ist auch die Maske groß genug zu formen, sodaß sie für das Gesicht nicht zu klein ist und ev. seitlich noch etwas Volumen hat. Die Maske muß dann seitlich mit einem Tuch abgeschlossen werden, d.h. an den Rand der Maske wird ein Tuch aufgeheftet (am besten mit Heftmaschine), damit die Haare des Spielers nicht sichtbar werden. Man stelle sich am besten den Schleier einer Klosterschwester vor. Gut ist hier ein einfacher, ev. schwarzer Futterstoff, der nicht in Konkurrenz mit der Maske tritt, sondern sie unterstreicht. Es ist sehr irritierend, wenn der Hals oder gar die Haare des Spielers rausschauen.

Bitte bei dem Maskenseminar möglichst neutral, am besten schwarz kleiden, sodaß schnell mit Tüchern usw. die „Kostümierungen“ vonstatten gehen können. Für die eigene Maske bzw. die Präsentation der eigenen Maske die passende Kleidung mitbringen, ev. ein Umhang, Tücher, passende Requisiten usw.

Die Maske und die Requisiten in einer Tasche versteckt zum Seminar mitbringen – bitte vorher nicht herzeigen – sie wird auf der Bühne das erste mal gezeigt bzw. ins Leben gesetzt.